Pressemitteilung des AAI vom 25.02.2021

Mehr als 100 Rückmeldungen zu dem vor vier Wochen veröffentlichten Impulspapier zur Innenstadtentwicklung hat der Arbeitsausschuss Innenstadt Braunschweig e. V. (AAI) erhalten. In einer Online-Veranstaltung mit rund 55 Teilnehmerinnen und Teilnehmern hat der AAI gestern das Impulspapier und die Rückmeldungen diskutiert, weiteres Feedback von Mitgliedern, Partnerinnen und Partnern und fachlichen Input von Experten eingeholt. Gemeinsam mit dem Impulspapier wird diese Sammlung Grundlage für ein Positionspapier, dessen Veröffentlichung für Anfang März geplant ist.

Rund 55 AAI-Mitglieder, Partnerinnen und Partner sind der Einladung des Vorstands gefolgt und haben sich gestern beim AAI-Innenstadt-Forum zur Diskussion des von Dr. Nicolas Petrek und Astrid Sabine Striese verfassten Impulspapiers online dazugeschaltet. Dieses hatte der AAI vor etwa vier Wochen veröffentlicht und um Feedback aller Interessierten gebeten. Mehr als 100 Rückmeldungen sind eingetroffen und sollten nun in der Abschlussdiskussion berücksichtigt werden, mit dem Ziel, ein Positionspapier zu entwerfen, das der AAI zum von der Stadt Braunschweig und der Braunschweig Zukunft GmbH initiierten Innenstadtdialog beiträgt.

Nach einer Begrüßung vom Vorstandsvorsitzenden Olaf Jaeschke, der sich beim Gastgeber und Moderator der Online-Veranstaltung, dem langjährigen AAI-Mitglied Braunschweiger Zeitung, bedankte, und einem Grußwort von IHK-Präsident Tobias Hoffmann berichtete deshalb Wirtschaftsdezernent Gerold Leppa, welche Maßnahmen für die Innenstadtentwicklung bereits angestoßen seien und wie der Innenstadtdialog ablaufen solle: „Die Weiterentwicklung unserer Innenstadt kann nur unter Beteiligung der maßgeblichen Akteure erfolgreich sein. Wir haben den Innenstadtdialog ins Leben gerufen, um aktuelle Entwicklungen mit einem breit angelegten Fachpublikum zu diskutieren. Ich freue mich über die engagierte Beteiligung des AAI, der mit dem Impulspapier interessante Ideen einbringt.“

Neue Ideen eröffnete anschließend auch der Fachvortrag von Jens Nußbaum, Stadt + Handel. Er konzentrierte sich auf Impulse für den richtigen Start von Innenstädten nach der Corona-Pandemie. „Um die Bedürfnisse der Innenstadtbesucherinnen und -besucher muss sich alles drehen – entlang der gesamten Visitor Journey vom Besuchsimpuls bis zur langfristigen Bindung. Dabei müssen strategische Konzeption und umsetzungsorientiertes Management Hand in Hand gehen“. Jaeschke ergänzt: „Dafür müssen wir unsere Innenstadt zukunftsfähig weiterentwickeln. Wir müssen jetzt handeln, damit die Braunschweiger Innenstadt wieder durchstarten kann.“ Möglichkeiten und Voraussetzungen dafür, fasst das Impulspapier zusammen, das Dr. Petrek und Striese anschließend kurz inhaltlich vorstellten und Auszüge einiger Rückmeldungen dazu nannten. Aufmerksam machten sie auch darauf, dass den Herausforderungen ohne Handlungswillen der Eigentümerinnen und Eigentümer nicht erfolgreich begegnet werden könne und Rahmenbedingen in anderen Gremien entstehen müssten. Anschließend überließen sie den Teilnehmerinnen und Teilnehmern das Wort. Sie berichteten von ihrer aktuellen Situation, welchen Herausforderungen sie sich stellen müssen und welche Ideen sie für die Zukunft haben.

Einig waren sich die Teilnehmenden, dass es auf gemeinsames Handeln ankäme. Die wichtigsten Punkte aus dem Impulspapier werden deshalb als in den Reihen des AAI abgestimmte Zielstellung in den Innenstadtdialog einfließen. Die fünf Bausteine sind Förderung der Digitalisierung, Maßnahmen zur Attraktivitätssteigerung, Zwischennutzungen gegen sichtbaren Leerstand, kreative Lösungen für neue Ansiedlungen und langfristige Umnutzungen, wenn Angebote und Nachfrage nach Einzelhandelsflächen sich verändern. Insbesondere die Unterstützung der Stadtverwaltung sei Voraussetzung für einen erfolgreichen Wandel. „Wir sind froh, dass die Stadtverwaltung tätig geworden ist und ein Forum dafür geschaffen hat“, sagte Jaeschke. „Auch wir, die Händlerinnen und Händler, Gastronominnen und Gastronomen, Eigentümerinnen und Eigentümer in der Innenstadt beteiligen uns. Die Herausforderungen sind groß. Da ist es gut, feste Partner an seiner Seite zu haben. Es gibt bereits jetzt AAI-Mitglieder und Partnerinnen und Partnern, die uns ihre Unterstützung für gezielte Projekte in Aussicht gestellt haben. Mein großer Dank geht an die Öffentliche Versicherung Braunschweig und die Braunschweigische Landessparkasse, die neben ihren finanziellen Beteiligungen auch eine passende Versicherung für Zwischennutzungen und kostenlose Erstberatung für interessierte Gründerinnen und Gründer anbieten werden. Das sind Beispiele für das Engagement, das wir uns erhofft hatten, und so können wir unseren Worten bereits in Kürze gemeinsam Taten folgen lassen. Der AAI wird seinen Beitrag leisten.“